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Aus dem Leben eines Amateurfilmers:
VILLAGE PEOPLE 3: VOLL PORNO!
ein Drehtagebuch

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Präambel:

Bilder zum Drehtagebuch

Schon im Frühjahr 2010 – noch vor den Dreharbeiten des zweiten Teils unserer „Village People“ Trilogie – wurde die Idee (und der Titel) zu „Voll Porno“ geboren. Eine Geschichte, so legt es der Titel nahe, die in der „Adult movie“-Szene spielen soll und gleichzeitig eine „Hommage“ an meinen Lieblingsfilm „True Romance“ sein soll.

Da die Formulierung „Voll Porno“ heutzutage (vermutlich auch schon wieder überholt) so ungefähr dem in meiner Jugend populären „voll geil“ entspricht und somit nicht so verfänglich ist, wie es das Wort „Porno“ vermuten lässt, dachte ich mir nichts Böses und schließlich ruhte das Projekt ja dann auch viele Monate. Im Abspann von VP2 tauchte der Titel dann als Ankündigung wieder auf, wovon dann sowohl das Publikum als auch die MP-Mannschaft recht überrascht war.

Interne Diskussionen bin ich ja als „Autor“ mittlerweile gewohnt, beim vierten Tatort musste ich schwer um die Realisierung kämpfen, bei SEK CALW wars nur der Titel und bei VILLAGE PEOPLE 2 die Bedenken wegen des Nazi-Pornos. Dieses Mal aber waren die „Bedenken“ wohl so groß, dass ein Mitglied ob des provokanten Titels und Inhalts (der aber damals noch gar nicht bekannt war) seinen Ausstieg erklärte. Auch weitere personelle (Teil-)Verluste mussten verkraftet werden, was die Filmvorbereitung – auch und gerade im Geiste – nicht wirklich einfacher machte.

Schon während der Kinotour mit VP2 machte ich mir dann erstmals ernsthafte Gedanken zum Drehbuch. Die kreative Arbeit daran stellte sich als weit weniger schwierig heraus als die fast ein ganzes Jahr währende Schreibarbeit für VP2. Trotz allem ist die Schreiberei für mich immer ein zäher und insofern schmerzhafter Prozess, dass mir lange Zeit der Überblick über die Geschichte fehlt und ich „das große Ganze“ noch nicht sehe, was mich nicht zur Ruhe kommen lässt. Im kleineren Kreis fand noch ein Brainstorming statt, das für das Finale noch einige Ideen lieferte. Am 17. März stand schließlich die erste, vollständige Fassung des Drehbuchs, die aber in den folgenden Wochen stetig überarbeitet wurde. Schon vor Fertigstellung des Drehbuchs beziehungsweise, um genau zu sein, ganz am Anfang der Schreibarbeit stand fest, dass ich einen Teil der Geschichte, nämlich den Prolog, im Winter ansiedeln wollte. Und da Anfang Januar noch nicht absehbar war, dass der Winter respektive Schnee so lang anhaltend sein würden, planten wir kurzfristig die ersten Drehs.

pfeil

Sonntag, 10. Januar 2010

Erster Drehtag, wenn auch ohne Darsteller: aufgrund akuten und heftigen Schneefalls entschließe ich mich, den Vormittag mit dem Drehen von so genanntem „Footage“ zu verbringen, Impressionen des winterlichen Schweinbachs. Ich fahre also durch die bereits in Teil 1 und 2 vorbelasteten Dörfer wie Rötenbach, Unterkollbach und Würzbach. Zuletzt noch einen Spaziergang ins idyllische Schweinbachtal und der erste Drehtag ist abgeschlossen.

Von wegen. Grad fällt mir ein (dieser Aufschrieb entsteht ca. 3,5 Monate danach), dass wir abends ja noch ne Miniszene mit unserer weiblichen Hauptdarstellerin Tamara alias Babsi drehen. Es ist popokalt und ich merke wieder mal, dass ich extrem kälteempfindlich bin.

pfeil

Samstag, 30. Januar 2010

Ursprünglich hatte ich geplant, mit Tamara für einen Drehtag an den Originalschauplatz Hamburg zu fahren, um die einzigen wirklichen Außenaufnahmen vor Ort zu drehen. Aus organisatorischen und nicht zuletzt auch budgetmäßigen Gründen und weil es Alex zuletzt auch gut gelungen war, beschloss ich, die Szenen vor der „Green Screen“ (rund 30 qm hellgrüner IKEA-Stoff) zu drehen und den Hintergrund, das winterliche Hamburg, separat zu filmen und dann in der Post-Pro einzufügen.

Mitgenommen haben wir an diesem Drehtag auch gleich Innenaufnahmen, weshalb ich vormittags noch in einer Eilaktion diverse Jugendzimmerdekoartikel wie „Twilight“ und „Hannah Montana“-Poster (peinlich, peinlich) kaufen bzw. ausleihen musste. Den Drehtag beschließt dann die letzte VP2-Vorführung im Kreis Calw. Mit rund 200 Besuchern ist das KONI in Zavelstein gut gefüllt.

pfeil

Dienstag, 02. Februar 2010

Ein an Dauer kaum zu unterbietender „Drehtag“ ist der heutige Dienstag, an dem ich einige Sekunden, in denen Tamara im fahrenden Zug zu sehen ist, filme. Die Bahnstrecke Calw-Hirsau hat eine Länge von rund 1,5 Kilometer und ca. 2 Min. Fahrtzeit, da gilt es sich zu beeilen. Ich hoffe, die Deutsche Bahn sieht mir das mit der fehlenden Drehgenehmigung nach.

pfeil

Freitag, 12. Februar 2010

Auf dem Programm steht heute die letzte VP2-Vorführung im KOKI Herrenberg. Ich nutze die Gunst der Stunde, um auf der irgendwo in der Nähe liegende Bahnstrecke einen vorbeirauschenden ICE zu filmen. Aufgrund des harten Winters fährt just an diesem Abend natürlich kein ICE, sondern nur ein IC, aber diesen Kompromiss bin ich bereit einzugehen. Viel schwieriger ist es, tatsächlich im Dunkeln und völlig ortsfremd ein Plätzchen zu finden, an dem ich einen schönen (Kamera-)Blick auf die Gleise habe.

pfeil

Freitag, 26. Februar 2010

Bilder zum Drehtagebuch

Unser PR-Gott Rasmus ermahnt mich, trotz aller nach Calw gerichteten Regionalität, den Blick auch ein bisschen in Richtung des östlichen Nachbarkreises Böblingen zu richten, um mittels der örtlichen Presse (die an Calw leider nicht genügend interessiert ist) auch ein bisschen PR-Arbeit dort betreiben zu können. Daher hatte er mir im Vorfeld einige potenzielle Locations in und um BB vorgeschlagen. Gleich begeistert bin ich vom Hotel „V8“ auf dem ehemaligen Flugfeld und dem futuristisch anmutenden Themenzimmer „Vision“, das ich mir gut als Location für die Innenaufnahmen einer Wohnung, die laut Drehbuch in Hamburg liegt, vorstellen kann. Die dazugehörenden Außenaufnahmen sollen dann in der Hansestadt gefilmt die filmische Illusion vervollständigen.

Will man halbwegs glaubwürdig einen Hamburger Fischkopp besetzen, tut man sich mit schwäbischen Darstellern einigermaßen schwer. Glücklicherweise haben wir einen gleich gesinnten Bremer Amateurfilmkollegen, der schon in VP2 eine Minirolle übernommen hatte, dazu bewegen können, mitzuspielen. Zwar musste ich mich belehren lassen, dass der Bremer Dialekt keineswegs vergleichbar mit dem Hamburger wäre (vermutlich ähnlich frevelhaft, als ob man einen Badenser mit nem Schwaben vergleichen würde), aber für uns Südländer dürfte sich die Unterscheidbarkeit in Grenzen halten. Ich hole Daniel Flügger, unseren südschwedischen Gastdarsteller, um die Mittagszeit am Stuttgarter Flughafen ab, er ist vom ruckeligen Flug und der durchzechten Nacht zuvor gezeichnet.

Der Dreh im Hotelzimmer ist umfangreich, aber gemütlich. Mit den Darstellern, Alex, Jens, Steffen, Verena und Rasmus ist das Hotelzimmer ordentlich voll gepackt. Rasmus hat – ganz in seinem Element – eine Pressekonferenz organisiert, zu der neben der Lokalpresse auch Vertreter der Stuttgarter Zeitung sowie ein Kamerateam von Regio TV erscheinen.

„Bettszenen“ sind in der Regel nicht ganz einfach zu drehen, aber ob der Professionalität unserer beiden Darsteller verläuft die Geschichte problemlos. Nach getaner Arbeit besuchen wir in BB noch eine fette Ü-30-Party (die eigentlich gar keine Ü-30-Party ist) und feiern das gelungene Debut mit Daniel (feucht-)fröhlich. Irgendwann gegen 4 Uhr quartiere ich ihn bei mir zuhause ein, aber das drohende Weckerklingeln um 7.30 Uhr lässt Böses erahnen.

pfeil

Samstag, 27. Februar 2010

Es ist nicht so schlimm, wie ich es mir vorgestellt habe. Es ist schlimmer. Die guten 3 Stunden Schlaf, verbunden mit einem ordentlichen Kater, machen den Drehbeginn zur mittleren Tortur. Im Cafe Montagnola, das trotz seiner Lage am Calwer Marktplatz eine Hamburger Location darstellen soll, öffnet um 9 Uhr, weshalb wir eigentlich schnell fertig sein wollen, da die beim normalen Geschäftsbetrieb drohende Geräuschkulisse von Geschirrklappern und Smalltalk der Gäste unserer Tonqualität nicht zuträglich sein werden.

Eine nette Episode noch: Wegen dem Equipment, das ich geladen habe, parke ich auf einem Parkplatz direkt vor dem Cafe, jedoch ohne ein Parkticket zu lösen. Während des Drehs erhalte ich doch tatsächlich ein „Ticket“. Nach dem Dreh kommt der Vertreter der Staatsmacht zu mir und zerreist den Strafzettel als „Unterstützung“ für unsere Dreharbeiten.

Danach drehen wir in einem Koffergeschäft noch eine Miniszene und anschließend geht´s zum Frühstück zu mir nach Hause. Da wir erst gegen 16 Uhr weiterdrehen können, legen wir zwangsweise eine Mittagspause inkl. Schläfchen ein. Letzte Szene mit Daniel sind die nachgestellten Dreharbeiten für einen Pornofilm (allerdings, bevor es los geht). Dieses „Set“ errichten wir in einem Althengstetter Fotostudio. In der Cubar klingt der Abend – erneut feucht-fröhlich – aus.

pfeil

Samstag, 06. März 2010

Nachdem der Winter schon verschwunden war, folgt ein kurzes Comeback, das am Freitag vor allem in Norddeutschland heftig einschlägt. Daniel schreibt mir – weil ich ihm von den fehlenden, winterlichen Hamburgaufnahmen erzählt habe – eine SMS und schlägt mir (im Spaß) vor, doch kurz hochzufliegen. Einige Stunden später fällt mir auf, dass dies vermutlich die letzte Chance sein wird, Schnee in Hamburg zu filmen und ich buche kurz entschlossen einen Flug für den morgigen Samstag. In aller Herrgottsfrühe. Da ich nur einige wenige Motive brauche, buche ich gleich für Abends den Rückflug.

Aufgrund des inzwischen nun auch in Süddeutschland eingebrochenen Winterrevivals verspätet sich mein Flug um 2 Stunden, hätte ich also doch nicht um 4.30 Uhr aufstehen müssen. Neben mir im Flieger sitzt ein redseliger Passagier, der mir erzählt, dass er eigentlich schon gestern Abend nach HH wollte, das Flugzeug aber kurz vor der Landung in Hamburg umdrehen musste, weil just in diesem Moment der Flughafen dort wetterbedingt geschlossen wurde.

Hamburg ist sicher nicht arm an Sehenswürdigkeiten. Trotzdem tue ich mich einigermaßen schwer, schön filmbare Motive zu finden. Wenn man bedenkt, was bei der Aktion an verwendbarem Material herauskommt, grenzt es fast schon an Luxus, dafür diesen Aufwand zu betreiben, aber was macht man nicht alles im Namen der Kunst. Diese Spontanaktion macht sich als tolle Story für ein Drehtagebuch ganz gut, allerdings war es in der Realität weit weniger amüsant, als es sich anhört. Bei dieser Kälte den ganzen tag mit der Kamera durch die Stadt zu stiefeln, ist nur bedingt lustig und abends bin ich froh, wieder in den Flieger zu steigen, der natürlich erneut Verspätung hat. Weils so schön auf dem Weg liegt, zieh eich mir auf dem Heimweg in Sindelfingen noch die Spätvorstellung von „Männer, die auf Ziegen starren“ rein.

Der 16.03. ist zwar kein Drehtag, aber ich fahre heute Abend nach München, um einer Lesung von Martin Umbach beizuwohnen und Freund Frieder in seiner neuen Heimat zu besuchen. Umbach, Schauspieler und Synchronsprecher von z.B. George Clooney und Russel Crowe hatte schon in VP2 mitgespielt und wir waren von ihm und seiner Schauspielkunst so angetan, dass wir ihn unbedingt wieder engagieren wollten. Zudem erforderte die Rolle die Fähigkeit, sowohl hochdeutsch, als auch schwäbisch zu sprechen. Und da Martin in Nürtingen aufgewachsen ist, passt das perfekt.

Am 20.03. fahre ich kurz nach Stuttgart in den Hafen (ja, so was gibt es), um mir eine Location, eine Logistikfirma anzuschauen, auf deren Gelände zig Seecontainer gelagert sind. Das soll den Hamburger Hafen doubeln, der mir als Drehort nicht machbar erscheint. Aufgepäppelt mit dazwischen geschnittenen Aufnahmen vom Hamburger Hafen sollte die Illusion funktionieren.

Am 10.04. ist gemeinschaftlicher Kulissenbau angesagt. In unseren „MP-Studios“ richten wir zwei Zimmer der dazugehörigen, alten Wohnung für unsere Zwecke her und tapezieren die Wände mit altmodischer Tapete, die ich bei OTTO bestellt habe und die „just-in-time“ am Drehtag geliefert wird.

pfeil

Dienstag, 13. April 2010

Bilder zum Drehtagebuch

Ein erstes, fettes Highlight ist der heutige Drehtag mit unserem ersten prominenten Gaststar, der ehemaligen Pornodarstellerin Leonie Saint. Aufgrund des Filmthemas war mir bald klar, dass ich versuchen wollte, eine Darstellerin aus besagtem Genre für eine Gastrolle zu engagieren. Schon 2001 hatten wir versucht, die damalige Pornoqueen Gina Wild zu engagieren, was jedoch nicht geklappt hatte. Über einen befreundeten Amateurfilmer aus dem Frankenland (und dank Facebook) kam der Kontakt zu Leonie zustande und glücklicherweise sagte sie kurzfristig zu.

Thema der auf dem Drehplan stehenden Szenen war natürlich: PORNO. Im Film schauen die Village People mehrmals Pornofilme auf Video an. Diese Filmausschnitte, die zu sehen sein sollten, konnten wir natürlich nicht einfach „klauen“, sondern sollten selbst gedreht werden, zumal unsere Film-Babsi darin ja mitspielen sollte. Da auch klar war, dass wir keine Hardcore-Szenen bringen konnten (und auch nicht wollten), konzentrierten wir uns auf die Art von Szenen aus Pornofilmen, bevor es zur Sache geht. Die dämlichen Dialogszenen vor einer Sexszene sollten mehr oder weniger parodiert werden.

Dazu schrieb ich mehrere fi©ktive (Super Wortwitz, oder?) Pornoszenen mit den klangvollen Namen „Die Liebesschule“, „Das bumsfidele Liebeshospital“ oder „00Sex-Casino Anale“. Drehort war erneut das Fotostudio „Boveda“ in Althengstett, wo wir auch die Fake-Pornofilmplakate geknipst haben, die später in Hermanns Wohnung hängen sollen. Das Foto-Shooting ist ziemlich cool und es springen einige schöne Motive raus. Bei Beate Uhse hab ich dafür Klamotten wie „sexy Krankenschwester“ oder „sexy Schülerin“ bestellt, sehr geil, wie diskret die liefern. So diskret, dass auf der Kontoabbuchung nicht mal Beate Uhse erscheint, sondern „Versabu“ (Versand Beate Uhse). Ich wollte die Lastschrift eigentlich schon stornieren lassen, hab dann meine Arbeitskollegin aber gefragt, ob sie dieses „Versabu“ mal kurz googeln könne. Sie fragte mich dann lachend, ob ich ab und zu mal bei Beate Uhse bestllen würde. Peinliche Sache, aber sie kennt mich ja :-) In unserem Film-Headquarter drehen wir noch weitere „Porno“-Szenen, die sehr witzig geworden sind.

pfeil

Samstag, 24. April 2010

Offensichtlich ist es nicht besonders vernünftig, am Abend vor einem anstrengenden Drehtag, der zudem noch ein nsehr frühes Aufstehen erforderlich macht, einen heben zu gehen. Was mich – wie diese Vorrede richtigerweise vermuten lässt – nicht davon abhält, eben dieses zu tun. Mein strenger Vorsatz der vorabendlichen Abstinenz wurde also ad acta gelegt und auch das frühe Verlassen der Party hat nur bedingt funktioniert. Nach knapp 3 Stunden Schlaf klingelt der Wecker und ich fahre ohne sonderliche Hetze zum Flughafen. Der Flug geht ja erst um 7.50 Uhr.

Durch die geniale Erfindung des Online-Eincheckens muss man ja gerade mal 20 Minuten vor dem Start am Flughafen sein, aber ich will ja auch noch mein Köfferlein aufgeben, daher bin ich etwas früher dran. 7.20 Uhr weist mich der zu diesem Zeitpunkt nur bedingt höfliche Mensch am Lufthansa-Schalter dezent darauf hin, dass der Flug nicht um 7.50, sondern um 7.30 Uhr abhebt. Er empfiehlt mir, zu rennen. Den Verlust von Duschgel, Deo und Zahnpasta (da ich den Koffer jetzt als Handgepäck mitnehmen muss) verkrafte ich und das Ausrufen meines Namens, als ich zum Gate renne, belustigt mich sogar etwas.

Ansonsten aber verläuft die "Geschäftsreise" nach Hamburg ohne besonderen Vorkommnisse. Aus Budgetgründen habe ich nur ein 2-Sterne-Hotel gebucht. Diese ist erwartungsgemäß nur bedingt heimelig, aber erträglich. Auf dem Programm stehen Footageaufnahmen von Hamburg und zwei kleinere Szenen mit unserem Bremer Amateurfilmkollegen Daniel Flügger, der mittags mit dem Auto anreist. Zuerst versuchen wir, eine schne Stelle mit Blick auf den Containerhafen zu finden, was nach einem kleinen Intermezzo als Geisterfahrer auch gelingt. Am Abend drehen wir dann auf der Reeperbahn und kurz vor Mitternacht besteige ich zum zweiten Mal an diesem Tag den "Michel", der schöne Persepktiven auf die Stadt bietet. Ein ergiebiger Drehtag geht zu Ende.

pfeil

Freitag, 15. Mai 2010

Bilder zum Drehtagebuch

Nach mehrtägiger bzw. mehrwöchiger Vorbereitung wird heute die heiße Drehphase eingeläutet. Zwar beginnt der eigentlichen Hauptdreh erst in einer Woche, aber an diesem Wochenende findet mit der vielleicht aufwendigsten Szene des gesamten Films sozusagen die Generalprobe statt.

Inhalt der Szene ist ein Thema, dass wir als „repräsentatives Klischee“ unbedingt im Drehbuch haben wollten: eine ländliche Ü-30 Party. Die in mehrere Teilsequenzen aufgeteilte Szene umfasst ca. 10 Drehbuchseiten, was ein enormes Pensum darstellt. Von vorneherein war klar, dass diese Szenerie in mindestens zwei Nächten gedreht werden musste, wohl wissend, dass es schwierig sein würde, die benötigten 30-40 Statisten (so genau weiss man das nie) nicht nur eine (sehr lange) Nacht (was für viele oft eine ernüchternde Erfahrung darstellt), sondern gleich anschließend eine zweite Nacht zu rekrutieren.

Hier ein kleiner Auszug aus der To-Do-Liste für die Ü-30 Party:
– Statisten rekrutieren
– Kulissenbau einer „rustikalen“ Bar
– Mieten/Aufbauen einer professionellen Beleuchtungsanlage
– Alleinunterhalter
– Catering für 50 Personen
– Vorbereiten einer „Tortenschlacht“ usw.

Der Aufbau der Lichtanlage erfolgte bereits zwei Tage zuvor und dauerte nicht – wie von den Profis angekündigt – zwei Stunden, sondern letztendlich acht Stunden. Abgesehen von den beinahe arktischen Temperaturen um 11 Grad verläuft der Dreh angenehm und die Komparsen sind recht angetan von den Entertainer-Qualitäten unserer Village People. Gegen drei Uhr habe ich ein Einsehen mit den zitternden Statisten (im Gegensatz zu den mit schulterfreien Oberteilen bekleideten Damen trage ich einen Fleece und friere trotzdem) und beende den heutigen Drehtag durchaus zufrieden.

Samstag, 16. Mai 2010

Tagsüber steht „Kleinkruscht“ auf dem Programm, u.a. das Fotoshooting für das Filmplakatmotiv von „Village People – Voll Porno“. Meine Idee, die Jungs nackt posieren zu lassen, stieß zwar nicht auf einhellige Begeisterung, aber das Ergebnis lohnt die Nörgelei. Am Abend steht dann der zweite Teil der Scheunenparty auf dem Drehplan. Im Gegensatz zu den „Massenszenen“ vom gestrigen Drehtag stehen heute vor allem Dialogszenen an. Meine Bedenken ob mancher Castingentscheidung verflüchtigen sich glücklicherweise schnell. Zum Abschluss machen wir uns einen Spaß daraus, eine einigermaßen deplatzierte Tortenschlacht (im Lightformat) einzubauen. Anstrengend war es, aber bei weitem nicht so schlimm wie befürchtet.

Sonntag, 17. Mai 2010

Um den Sonntag dieses Drehwochenendes nicht gänzlich ungenutzt verstreichen zu lassen, drehen wir noch einige kleine Szenen, u.a. im sehr schön dekorierten Kulissenzimmer in unserem „Studio“. Zum Abschluss fahre ich mit Markus noch nach Stuttgart. Im Rotlichtviertel drehen wir „guerillamäßig“ eine kleine Sequenz und suchen danach schleunigst das Weite.

Freitag, 21. Mai 2010

Trotz der umfangreichen Vorarbeit in den ersten fünf Monaten des Jahres ist es nach wie vor sehr spannend für mich, den ersten Drehtag der „Hauptdrehzeit“, die heute beginnt, zu begehen.

Egal wie lange die Planungszeit auch sein mag, prinzipiell habe ich am Anfang (und leider zieht sich das in der Regel bis zum Ende durch) immer das Gefühl, nicht genügend vorbereitet zu sein. Wir sind zwar durchaus in der Lage, zu improvisieren, aber einmal mit der Gelassenheit und dem Gedanken: „Alles ist zur rechten Zeit am rechten Ort“ starten zu können, das wär schon was. Wird aber wohl immer ein Wunschtraum bleiben.

Neben den technischen und organisatorischen Sorgen macht man sich zu Beginn auch Gedanken, wie wohl das persönliche Befinden aller Beteiligten sein mag und die „menschliche Seite“ der Dreharbeiten verlaufen mag. Neben der Stammcrew gab es zwei wesentliche „Neubesetzungen“. Ein echter Neuzugang ist Marc Weckenmann. Er ist Student an der HDM in Stuttgart und somit quasi „vom Fach“. Als Beleuchter und zweiter Kameramann hat er einerseits einen tollen Job abgeliefert und gleichzeitig mit seiner ruhigen und besonnenen Art viel Ruhe in die unvermeidliche Hektik gebracht. Sarah Löffler ist zwar schon länger dabei, hat aber (so wird es von Profis immer wieder bestätigt) den sehr wichtigen Job der Verpflegung übernommen. Denn während mir selbst bei den Dreharbeiten in der Regel jegliche Hungergefühle abgehen, ist es dummerweise so, dass diese Eigenart vom Gros der Beteiligten nicht geteilt wird. Früher war es gang und gäbe, während der Filmerei zwangsweise einige Kilos abzuspecken, dies ist bei mindestens einer warmen Mahlzeit pro Tag aber schwerlich möglich. Nachteilig wirken sich solche „Vollmahlzeiten“ natürlich auf das Arbeitspensum aus, was dazu führte, dass die jeweils ab 21.30 Uhr angesetzten Nachtdrehs größtenteils nach hinten verschoben werden mussten. Aber die Jammerarie des Ablauforganisators wird übertönt von der Zufriedenheit der Restcrew. Dennoch: Filme werden nun mal nicht durchs Futtern gedreht, sondern mit Technik und Kreativität ;-). Und daher soll an dieser Stelle auch und vor allem die Stammcrew vorgestellt werden:

Stete und kontinuierliche Stütze beim Hauptdreh ist der langjährige Tonangler Steffen Benesch, der sich auch als Dollybauer, Sethelfer und Nebendarsteller betätigen durfte respektive musste. Dass er sein hübsches Kfz – wenn es schon mal im Film eingesetzt wird – nicht vorher putzen kann, muss allerdings mit einem Punktabzug in der B-Note gewertet werden. Muhaha. (Anm. d. Red: vor allem, weil er zwischen Bekanntgabe des Bedarfs und dem Dreh selbst doch immerhin stolze 10 Minuten Zeit gehabt hätte... ;-) )

Jens Gackenheimer ist unser Allrounder, der sich immer mehr zur unverzichtbaren Stütze während des Drehs entwickelt hat. Ein Hauptdarsteller hat ihn als „freien Radikalen“ charakterisiert und tatsächlich arbeitet er oft und gerne auf eigene Faust und vor allem in Eigenverantwortung, was ich sehr zu schätzen weiß.

Unser Quartett (Marc hatte ich schon erwähnt) komplettiert last but not least Alex Bross, der seine Tätigkeit aber vom dauerpräsenten Produktionsallrounder mehr hin zur konzeptionellen Arbeit verlagert hat. Seine große Stunde schlägt vor allem in der Post-Production.

Bilder zum Drehtagebuch

Kommen wir nun aber mal zum Punkt. Gestern Abend ist unser Gastdarsteller Tilo Prückner eingetroffen, der einen koksenden und ziemlich abgehalfterten Pornofilmproduzenten spielen soll. Location ist das ehemalige Rathaus in Sommenhardt, das in der Vergangenheit schon das Schweinbacher Polizeirevier darstellte. Für die Deko habe ich seltene Sexfilmplakate weltweit bestellt, zudem die seit der 8. Klasse (das ist 25 Jahre her!!) in meinem Besitz befindliche Pornoheftchensammlung (die so „Retro“ ist, dass man damit schon fast wieder Geld bei einem Antiquariat verdienen könnte) eingebracht (was Tilo den ganzen Tag in pures Erstaunen versetzt) und sonstigen Nippes angeschleppt.

Im Prinzip sind es reine Dialogszenen, die vergleichsweise leicht zu filmen sind und für mich daher einen guten Einstieg darstellen. Im Vorfeld galt es nur zu klären, wie man Koks bzw. das Koks schnupfen filmisch darstellt. Üblicherweise benutzen wir Mehl, aber „nasal“ eingenommen hält sich das Vergnügen wohl in Grenzen. In einem Filmforum empfiehlt jemand Milchzucker, den wir dann auch benutzen. Ich habe von Tilo bisher keine Hinweise auf Spätfolgen erhalten, obwohl er gefühlte 100 Gramm inhaliert hat.

Am Abend des heutigen Drehtages sind die „Village People“ erstmals vereint, wir drehen die Außenaufnahmen zur Ü-30-Party. Der erste Organisationspatzer: 3 Nebendarsteller wissen nichts von ihrem heutigen Auftritt und müssen daher später separat gefilmt werden, aber das stecke ich heute locker weg.

Samstag, 22. Mai 2010

Pünktlich zum ersten Außendreh wird heute das Wetter nach langer Misere sonnig. Wir drehen eine kleine Schießerei im beschaulichen Luftkurort Zavelstein. In Zeiten von digital erzeugtem Mündungsfeuer und einer Soundbibliothek muss man hierfür nicht einmal mehr einen echten (Platzpatronen)Schuss abfeuern, die Anwohnerschaft dankt es einem.

Die heutige Szene gehe ich ziemlich unvorbereitet und daher auch einigermaßen unsicher an. Just in time, also am Abend vorher, ist mir auch noch eingefallen, den Häuslesbesitzer, vor dessen Immobilie wir drehen wollen, um Erlaubnis zu fragen. Da wir aber schon des Öfteren in der unmittelbaren Umgebung gedreht haben, kennt man uns und es stellt auch kein Problem dar. Da ein Darsteller erst morgen verfügbar ist, ist die „Auflösung“ der Sequenz in einzelne Kameraeinstellungen einigermaßen kompliziert. Störend ist auch der dauernde Lichtwechsel. Die Lichtsituation wechselt im Minutentakt zwischen prallem Sonnenschein und bewölktem Himmel. Jede Einstellung eine andere Blende. Die Hoffnung, dass – wie immer – am Ende alles irgendwie passen wird, überwiegt jedoch. Selbstredend ist es an einem Samstagmorgen im ländlichen Schwaben unmöglich, Tonaufnahmen zu machen: Rasenmäher, Motorsägen und sonstige Handwerksgeräte zwingen mich zur Nachvertonung.

Bilder zum Drehtagebuch

Nachmittags drehen wir in einer Metzgerei in Althengstett, die uns als Drehort schon in der Vergangenheit zur Verfügung stand und von der wir immer nett unterstützt werden. Stefan Niethammer, der uns schon einige Male als Gastdarsteller zur Verfügung stand, hat die Rolle eines WKD-Beamten übernommen und rockt die Szene ziemlich. Um nicht zu „spoilern“, kann ich inhaltlich leider nichts über die Szene verraten, aber ich vermute, dass es ein Highlight des Films werden wird. Ich bin wahrlich kein Vegetarier, esse im Gegenteil oft und gerne „totes Tier“, aber wenn man hinter die Kulissen schaut, könnte man es sich glatt anders überlegen. Es ist alles tipp-topp sauber, gar keine Frage, aber der Gedanke, dass hier...nein, ich will besser nicht dran denken.

Der heutige Nachtdreh ist mit einigem Aufwand verbunden, wir inszenieren einen Autounfall am Kreisverkehr „Würzbacher Kreuz“, weil wir unbedingt diese Hirschbronzefigur als Drehort haben wollten. Da mitten in der Pampa aber selten eine Steckdosse zu finden ist, haben wir uns ein Stromaggregat gemietet, um die Szenerie beleuchten zu können. Aufgrund des damit einhergehenden Lärms ist die Folge, dass wir zum zweiten Mal heute nachvertonen müssen. Übers Wochenende haben wir uns wieder einen Hubsteiger geliehen, um die gesamte Location auch schick filmen zu können. Viele vorbeifahrende Autoinsassen halten das Szenario natürlich für echt und gaffen wie die Großen. Irgendwann gegen 3 Uhr ist Drehschluss.

Sonntag, 23. Mai 2010

Das Wetter bleibt uns übers gesamte Pfingstwochenende wohl gesonnen (im wahrsten Sinne des Wortes), strahlender Sonnenschein für unsere Autoverfolgungsjagd. Am Morgen stehen aber noch die Restaufnahmen der Schießerei vom Vortag an. Hier kommen als „Requisite“ auch mal wieder meine vor nunmehr 17 Jahren gezogenen Weisheitszähne zum Einsatz.

Die Logistik der Autoverfolgung ist ziemlich schwierig. Unsere zwei „Stuntfahrzeuge“ sind nicht mehr angemeldet und müssen daher mittels Autoanhänger von Drehort zu Drehort transportiert werden. Ein zeitraubendes Prozedere, speziell dann, wenn man nach dem Abladen der Fahrzeuge feststellt, dass die Schlüssel noch im Transportfahrzeug liegen. Dies wiederum ist jedoch schon wieder unterwegs zur nächsten Überführung (und natürlich wegen Handy-Funkloch auch nicht zu erreichen). Die Verfolgungsjagd gestaltete sich in der Vorplanung recht kompliziert, da neben der Straßenvollsperrung auch ein Autostunt und diverse pyrotechnische Spezialeffekte (vulgo „Explosionen“) zum Einsatz kommen sollten. Dank der wie immer unkomplizierten Zusammenarbeit mit dem Calwer Ordnungsamt (und dieses Mal auch Landratsamt) haben wir die notwendigen Genehmigungen dann aber im letzten Augenblick bekommen.

Bilder zum Drehtagebuch

Der heutige Dreh wird spontan zum Happening erklärt: Straße sperren, Sonnencreme auspacken, Grill anwerfen: zum heißen Reifen gibt´s heiße Rote. Ein Drehtag, wie er sein sollte. Zum Abendessen gibt´s nen Topf Chili. Gleichzeitig bin ich noch auf der Suche nach einer Requisite für die heutige Nachtszene. So viel zum Thema gute Vorbereitung. Aber in letzter Minute gelingt es mir noch, einen großen „Mehlsack“ aufzutreiben und auch die Location wird erst zum Drehbeginn gefunden. Dafür wird die Szene recht schnucklig. Die Entscheidung, das Dolly zu mieten (wollte ich mir des Aufwands beim Aufbauen wegen eigentlich sparen) war doch richtig, es kommt in diesem Jahr auch öfters mal zum Einsatz. Wir haben heute Nacht erstmals „Schichtbetrieb“ bei der Crew eingeführt, zwei Leute reichen mir, die anderen Zwei können sich ausruhen (einer „lungert“ dann aber doch wieder bis spät in der Nacht bei facebook rum).

Montag, 24. Mai 2010

Bilder zum Drehtagebuch

Teil 2 der Autoverfolgungsjagd. Heute wird es etwas interessanter. Wir inszenieren vor allem Explosionen, die mittels eines Granatwerfers im Verfolgerfahrzeug ihre drehbuchmässige Legitimation erfahren. Das bewährte Pyroteam aus VP2 verbuddelt die Explosionssimulatoren am Wegesrand, während wir schon erste Szenen drehen. Die Anwohner haben es sich auf ihren Liegestühlen bequem gemacht und schauen bei der feiertäglichen Ruhestörung gerne zu.

Die Straße wird gesperrt, einzig ein Rudel starrköpfiger Rentner lässt sich von der mehrmaligen Aufforderung, die Straße nicht zu passieren, nicht erweichen und stänkert herum. Ihre Drohung, die Polizei zu informieren, bleibe eine leere. Schade, denn entgegen der Vermutung der Senioren geht alles mit rechten Dingen zu und wir haben eine entsprechende Genehmigung. Immer wieder wird über unhöfliches Verhalten der „Jugend“ schwadroniert, Alterschschwach- und starrsinn wird leider zu selten thematisiert. Alter schützt vor Torheit nicht, würd ich mal sagen.

Unser „Stuntman“ Oli, der während der Verfolgungsjagd im offenen Dachfenster eines Autos steht, hat vom Vortag wirklich ganz fiese blaue Flecke, ich kriege einen Rüffel von Ehefrau Saskia. Nachmittags verlagern wir den Drehort in meine Heimat Speßhardt, wo das Finale der Jagd gedreht werden soll. Der ganze Troß mit ca. 20 Personen, 10 Fahrzeugen baut sich auf einer Wiese am Ortseingang auf und die Pyrojungs beginnen mit der Vorbereitung einer größeren Explosion, die gezündet wird, während die beiden Autos vorbeifahren. Die Insassen des ersten Autos berichten trotz geschlossener Scheiben von einer kurzzeitig extrem erhöhten Innentemperatur im Fahrzeug und just bevor das zweite Auto den Feuerball passiert (Olis Oberkörper ragt trotz blauer Flecke immer noch aus dem Dachfenster), verzieht sich dieser gerade soweit, dass nur geringfügige Versengungen im Augenbrauenbereich zu beklagen sind. Die Aufnahme sieht ziemlich fett aus und die auf den Explosionsknall folgende Stampede auf der Kuhweide liefert schöne Aufnahmen.

Bilder zum Drehtagebuch

Stuntman Gerhard Rehm rast mit dem Requisitenfahrzeug die steile Böschung hinunter, was aber nicht – wie vorgesehen – zum Überschlag des Kfz führt. Der Powerslide auf der Wiese sieht trotzdem spektakulär aus, vor allem für die Zuschauer, denn der Mondeo schlittert nur einen halben Meter an meiner Kamera (und mir) vorbei. Durch den Kamerasucher nehme ich außer dem dort dargestellten Abbild der Wirklichkeit nichts um mich herum wahr, was mich – nicht aus Mut oder Dummheit, sondern lediglich aus Wahrnehmungsverlust – regungslos verharren lässt, während alle anderen durch beherztes Rennen vernünftigerweise das Weite suchen. Besonders spektakulär gerät die Aufnahme einer Zusatzkamera, die vom Auto beinahe platt gewalzt wird und wirklich nur um Zentimeterbreite vom Dasein als Elektronikschrott verschont bleibt. Sonst verläuft eigentlich alles nach Plan, nervig ist lediglich das Einsammeln der gesplitterten Seitenscheiben, die in Tausende von Einzelteilen zerspringen. Dass die Wiese erst kurz zuvor mit tierischen Exkrementen versehen wurde, bleibt da glatt das kleinere Ärgernis.

Der Abend wird eingeläutet vom kollektiven Pizzaessen auf der Wiese und mündet in einer etwas gemütlicheren Szene einer polizeiliche Alkoholkontrolle. Das fehlende Requisit eines Alkomaten wird uns von der (echten) Polizei „just in time“ ans Set geliefert.

Dienstag, 25. Mai 2010

Bilder zum Drehtagebuch

Auf den heutigen Dreh freue ich mich nach dem ganzen Organisationsaufwand vom Wochenende ganz besonders. Dreh unter voll kontrollierten Bedingungen im MP-Studio. Wir haben in unserem Domizil ein weiteres Zimmer als Kulisse hergerichtet, d.h. mit geschmackloser Tapete gepflastert, mit bei ebay erworbenen 70er-Jahre Vorhängen verziert und als Highlight mit den von Jens gestalteten Pornofilmplakaten dekoriert. Zu diesen Postern muss ich ein Wort verlieren: unser fiktiver Pornostar Trixi Love muss ja in der Story entsprechend eingeführt werden. Dies geschieht mittels der extra inszenierten Pornofilmsequenzen, die dann von unseren Jungs im TV angeschaut werden und eben durch die Filmplakate, die Pornofan Hermann (alias Markus Kiefer) in seiner Filmwohnung an der Wand hängen hat. Diese fiktiven Pornofilmklassiker tragen solch klangvolle Titel wie „Casino Anale“, „Das bumsfidele Liebeshospital“ oder „Sperma-Vampire, Bis(s) zur Morgenlatte“. Ganz großes Kino, aber kein Wunder, konnte sich Gestalter Jens hier auch (beinahe) ungestört austoben.

Der heutige Tag ist insofern „bemerkenswert“, dass es einigermaßen grenzwertig ist, mit 5 Jungs im besten Alter in einem Zimmer voller Pornohefte und –videos den ganzen Tag zu verbringen. Und die fehlende Lüftung, liebe Leser, stellte hier beileibe nicht das größte Problem dar.

Aufgrund der langwierigen Dekoration des Zimmers beginnen die eigentlichen Dreharbeiten erst am Nachmittag und sind dann doch nicht ganz so einfach und gemütlich, wie es mein simpler Geist mir im Vorfeld einzureden versuchte. Daher schaffen wir unser Pensum auch nicht ganz, obwohl wir bis tief in die Nacht arbeiten. Irgendwann nach Mitternacht bemerken wir zudem, dass wir einen kapitalen Continuitybock geschossen haben, der uns erstmal mächtig runterzieht. Nach halbstündigem Brainstorming erarbeiten wir uns dann aber „gruppendynamisch“ eine Lösung. Bemerkenswert auch eine Szene, in der unsere Jungs das Zicken anfangen und bei der dann kurzzeitig nicht mehr ganz klar ist, was hier gespielt ist und was nicht.

Mittwoch, 26. Mai 2010

Bilder zum Drehtagebuch

Das altbewährte und als Kulisse dankbare Bauernhausmuseum in Altburg steht heute als Location auf dem Drehplan. Erneut sind es primär Dialogszenen, die uns beschäftigen. Damit wird ordentlich Material gesammelt, mein Ritual, die gedrehten Zeilen mittels Textmarker auszustreichen, bringt ordentlich Farbe ins Drehbuch. Ansonsten verläuft der Drehtag angenehm unspektakulär.

Abends trifft unser Gaststar Martin Umbach ein, der nach seiner Darstellung des Altnazis in VP2 wieder den Bad Guy gibt. Heute steht mit ihm nur noch eine kleine Szene auf dem Programm, Martin darf – im geliehenen Porsche eines „Gönners“ sitzend – einen kleinen Telefonmonolog zum Besten geben. In dieser kleinen Szene wird schon wieder die schauspielerische Klasse des Schauspielers und Synchronsprechers (George Clooney, Russell Crowe) deutlich. Umbach besteht dann darauf – wurde schon sein Gesuch, als Gage den Porsche abzugreifen, abgelehnt – im selbigen Gefährt wenigstens ins Hotel gefahren wird. Wir müssen dann noch kurz hinterhertelefonieren, denn der Fahrer hat vergessen, das gefakte Hamburger Nummernschild zu entfernen.

Donnerstag, 27. Mai 2010

Bilder zum Drehtagebuch

Der heutige Tag steht ganz im Zeichen des Drehs mit Martin Umbach, erste Location ist eine urige Kneipe in Altensteig, die ich erst vor wenigen Wochen zufällig im „Glanzlichter“-Buch der Sparkasse entdeckt habe. Der Tagesbeginn ist jedoch sehr zäh und enervierend, muss ich doch um 7.30 Uhr an meiner Arbeitsstelle wegen eines „Notfalls“ antreten. Crew und Darsteller sind schon „on location“, als ich gegen 11 Uhr endlich am Set erscheine. Die folgenden Szene muss ich – da wir eigentlich bereits um 13 Uhr wieder raus müssen – durchprügeln, die inzwischen erfolgte Materialsichtung hat aber meine diesbezüglichen Bedenken zerstreuen können. Wir schinden noch eine zusätzliche Stunde bei der Wirtin raus, was dann grade so reicht. Eine Szene können wir aus Zeitgründen dann aber nicht mehr drehen, die wird aber später kurzerhand ins Freie verlegt und einige Tage später gedreht.

Nachmittags fahren wir ins inzwischen altbekannte V8-Hotel nach Böblingen. Die dortige, durchaus als mondän zu bezeichnende „Towersuite“ dient uns als Kulisse für des Bösewichts-Behausung in Hamburg. Die zwei kleinen Szenen, die wir hier drehen, sind unspektakulär, aber sehr schön. Rasmus hat mal wieder die Presse mobilisiert und neben einer Dame von der schreibenden Zunft beehrt uns auch mal wieder ein altbekannter Reporter vom SWR, der einen wirklich schönen Radiobericht produziert.

Am Abend drehen wir dann – wiederum in unseren „TÜV-MP-Studios“ eine einigermaßen aufwendige Szene, in der Umbach seinen an den Füßen kopfüber aufgehängten Filmsohn etwas malträtieren soll. Dies allein ist schon technisch sehr schwer umzusetzen und wird zusätzlich kompliziert durch die Tatsache, dass der Darsteller des Sohns, unser Bremer Filmkollege Daniel Flügger gar nicht anwesend ist und erst später reinmontiert werden soll. Aber auch dieses Problem lösen wir einigermaßen befriedigend, obwohl Herr Umbach einigermaßen entsetzt über unsere Vorgehensweise ist.

Freitag, 28. Mai 2010

Bilder zum Drehtagebuch

Highlight des diesjährigen Umbachschen Auftritts ist jedoch der viereinhalbminütige Monolog, den er – Achtung: Spoiler!! (anzeigen). Ich bin glatt versucht, diese Szene als beste schauspielerische Leistung unserer Vereinsgeschichte bezeichnen zu wollen. Martin erntet nach seiner Performance verdientermaßen kollektiven Applaus der Anwesenden. So nebenbei drehen wir einen Großteil des gesamten Showdowns inkl. Schießerei, in der unser Kulissenzimmer fachgerecht zerlegt wird. Unter anderem wird ein eigens eingerichtetes Aquarium zerschossen, was zwar anders als geplant verläuft, jedoch durchaus zufrieden stellend. Die etwa halbsekündige Einstellung, in der ein koksgefüllter Koffer zerschossen wird, weist uns dann an diesem Abend in unsere Amateurschranken und beschäftigt uns in den kommenden Tagen noch mehrmals.

Samstag, 29. Mai 2010

Bilder zum Drehtagebuch

Am heutigen Samstag lassen wir es deutlich ruhiger angehen. Da zwei kleinere Rollen (fiese Großbanker) im Vorfeld noch nicht besetzt waren, springen kurzerhand zwei Crewmitglieder, Alex und Marc, ein. Vereinsmitglied Rainer stellt im Laufe des Films seinen kompletten (und umfangreichen) Fuhrpark zur Verfügung, heute ist es sein Geschäftswagen, der als Bankerlimousine herhalten muss. Drehort ist zuerst das bäuerliche Anwesen in Unterkollbach, das schon in den ersten beiden Teilen ausgiebig in Szene gesetzt wurde. Danach noch ein kleiner Dreh im Zavelsteiner Städtchen, in unseren MP-Studios und als Tagesabschluss vor dem Gasthaus Löwen in Alzenberg. Das kleine Organisationsdefizit (der Drehort wird erst bei Ankunft am Set angefragt) wird wettgemacht durch die spontane Erlaubnis des Kneipiers, vor seiner „Beiz“ zu drehen. Der Dreh verläuft gemütlich, allerdings findet in der Gaststätte gerade eine Hochzeitsfeier statt, die für regen Publikumsverkehr am Eingang (wo wir drehen) sorgt. Ein Großteil der Hochzeitsgesellschaft beobachtet amüsiert die Dreharbeiten, falls es bei der Feier ein Abendprogramm gegeben haben sollte, kann dies nur von einem Bruchteil der Gäste verfolgt worden sein. Für Erheiterung sorgen auch mehrere etwas mehr als angetrunken zu bezeichnende „native people“, die unseren Darstellern auf eigenwillige Art und Weise ihre Sympathie bekunden. Wenn die wüssten, dass wir alles mitgeschnitten haben.

Für Verzögerung sorgt allerdings der an diesem Abend stattfindende Eurovision Song Contest, den unsere Jungs rennen in jeder freien (und auch nicht freien) Sekunde ins Innere, wo es ein „Public Viewing“ gibt. Den Drehausklang begießen wir denn auch nach Mitternacht, während Lena und der Metzger vom Bildschirm um die Wette strahlen.

Sonntag, 30. Mai 2010

Bilder zum Drehtagebuch

Der letzte Drehtag der ersten Hauptdrehphase beginnt erneut im Bauernhausmuseum zu Altburg. Neben den Village People sind unsere weiblichen Darsteller Lucia und Tamara am Start. Bei der Tagesdispo habe ich bei der Reihenfolge der zu drehenden Szenen etwas geschludert, was zu langen Wartezeiten und im Folgenden zu einigem Unmut einiger Beteiligten führt. In den MP-Studios drehen wir dann in einem Badezimmer (ca. 6 qm groß) eine Szene mit insgesamt 5 Personen, was die Kameraarbeit geringfügig erschwert. Aber auch dieses Problem wird gelöst.

Montag, 31. Mai 2010

Die kommenden 3 Tage verbringe ich tagsüber in der Sparkasse, weil ich – durch und durch Schwabe – zu geizig bin, um drei Urlaubstage für die durchaus wünschenswerte Regeneration zu opfern bereit bin. Am Abend steht dann eine schöne Szene in unserer Kulisse eines Kellerraums auf dem Programm, die in der Kfz-Halle unseres „Studios“ errichtet wurde. Mein Schwager Günter hat den Raum mittels Aluprofilen und Gipskartonplatten schon vor einigen Wochen nachgebaut und Jens hat sich bei der Dekoration und den Requisiten viel Mühe gegeben. Die Szene vereint alle 6 weiblichen Nebendarsteller und verspricht, recht witzig zu werden. Highlight ist die Feuersimulation, die wir mittels Benzin und Brandpaste kreieren. Das liefert schöne Bilder, ist aber – wenn man einschlägige Brandschutzbestimmungen konsultieren würde – recht abenteuerlich in der Durchführung. Mit Decken und einigen Eimern Wasser bewaffnet, steht die Crew bereit, um die Flammen gleich wieder zu ersticken, sobald das „Danke“ des Regisseurs ertönt. Gegen 3 Uhr nachts sind wir durch und bis ich kurz nach 4 Uhr im Bett liege, verbleiben mir auch noch gute 3 Stunden Schlaf.

Dienstag, 01. Juni 2010

Erwartungsgemäß ist der heutige (Arbeits)Tag eine ziemliche Tortur, aber ich überlebe, ohne am Schreibtisch einzunicken. Abends, oder besser nachts, wird die Szene vom Vortag dann komplettiert, indem wir die Decke des Kulissenraums einigermaßen kontrolliert einstürzen lassen.

Freitag, 04. Juni 2010

Nach 2 Tagen Drehpause beginnt heute der Endspurt mit einem nochmals anstrengenden Wochenenddreh, an dem unser Gastdarsteller Daniel Flügger aus Bremen eingeflogen wird. Steffen holt ihn vom Flughafen ab, während der Rest die letzten Drehvorbereitungen trifft. Die erste Szene findet im ZOB statt, was gut klappt, aber wie immer länger als geplant dauert. Langsam finde ich Gefallen an meiner Tätigkeit als Statist und spiele heute die dritte von insgesamt 4 Komparsenrollen im Film. Dies liegt allerdings weniger an meiner Kamerageilheit, sondern ist eher dem Umstand geschuldet, dass es meist an Kleindarstellern fehlt. Rainer hat uns von einem Geschäftskollegen nen schicken Mercedes-Oldtimer besorgt, der heute und Morgen als Requisitenfahrzeug dient.

Danach Umzug in die MP-Studios (man merkt, wie wertvoll unser Domizil für die Dreharbeiten ist), wo wir den zweiten Teil der in der vorigen Woche gedrehten mit Martin Umbach begonnenen Szene drehen. Daniel wird mittels Seil und Gurtzeug kopfüber aufgehängt und darf mit seinem imaginären Gegenüber parlieren. Marc hat dabei die Beleuchtung exakt wie am vorvergangenen Donnerstag aufgebaut. Mittels „Split-Screen“ wollen wir die Aufnahmen so montieren, dass (hoffentlich) die Illusion entsteht, die beiden Protagonisten wären sich tatsächlich nur wenige Zentimeter voneinander entfernt gegenübergestanden bzw. -gehangen. Drehschluss wie gewohnt spät in der Nacht, aber kein Problem, der Wecker klingelt ja erst um 7 Uhr.

Samstag, 05. Juni 2010

Bilder zum Drehtagebuch

Heute steht ein interessanter Drehtag bevor und zwar im Hamburger Containerhafen. Da recht schnell klar war, dass dies unsere logistischen Möglichkeiten übersteigen würde, hab eich mich erfolgreich um eine Drehgenehmigung im Stuttgarter Hafen (ja, so etwas gibt es) bemüht und so fährt eine kleine Kolonne inklusive Requisitenfahrzeug auf Autoanhänger nach Stuttgart-Wangen an den Neckarhafen. Die Fa. SCT war schon des Öfteren Location für heimische Produktionen und so dürfen auch wir unsere Actionszene dort inszenieren. Bezahlen müssen wir lediglich den als Aufpasser abgestellten Mitarbeiter, der dann aber auch bereitwillig die großen Containerkräne für uns bedient. Mit dem Wetter haben wir ein Riesenglück, denn es „matcht“ genau mit dem schönen Sonnenschein, der bei den vor einigen Wochen im echten Hamburger Hafen gedrehten Aufnahmen, die suggerieren lassen, dass das Geschehen tatsächlich in der Elbstadt stattfindet. In exakt den vier geplanten Drehstunden werden wir fertig und verlagern den Tross dann nach Calw in eine Halle auf dem ehemaligen Deckenfabrikgelände. Dort haben wir vor neun Jahren schon Aufnahmen (witzigerweise ging es schon damals um eine Szene, die von Pornodreharbeiten handelte) für Tatort Calw 2 gedreht. Dieses Mal doubelt das Gebäude das Innere einer im Hamburger Hafen befindlichen Containerhalle. Ich tobe mich ob der idealen Drehbedingungen mit massivem Einsatz von Dolly und Kamerakran aus. Außerdem spiele ich die vierte und größte meiner Komparsenrolle als vermummter Sniper. Da ein Darsteller um 18 Uhr auf Arbeit muss, kommt dann doch noch etwas Hektik auf.

In der heutigen Nachtszene wollen wir auf dem Dachboden unserer vertrauten Scheune in Rötenbach die letzten noch fehlenden Szenen der Ü-30 Party drehen. Während diese Zeilen entstehen, herrscht in Deutschland seit Wochen nahezu tropischer Hochsommer und man erinnert sich kaum noch an die popokalten Nächte, die vor eineinhalb Monaten noch vorherrschten. Auf dem Plan steht der mit einigen Missgeschicken behaftete Pornodreh unserer Jungs vom Dorf. Wir beginnen dynamisch, lassen aber schnell nach und ziemlich bald ist absehbar, dass uns dieser Dreh noch einige Stunden kosten wird. Obwohl sich beide Protagonisten alles andere als dämlich anstellen (trotz des delikaten Szeneninhalts), bereitet die „Choreographie“ der Sexszene (äußerst harmlos) einiges Kopfzerbrechen. Erleichtert wird das Ganze nicht gerade dadurch, dass alle (nicht beteiligten) Darsteller wie selbstverständlich die Szenerie begutachten und nicht mit schlauen Kommentaren sparen. Als alles abgebaut ist und ich die Heimfahrt antrete, geht die Sonne schon auf und die Uhr zeigt sechs Uhr an. Nach dem Entladen des Equipments gönne ich mir die letzte von gefühlten 20 Zigaretten in dieser Nacht und genieße die um diese Tageszeit vorherrschende absolute Stille.

Sonntag, 06. Juni 2010

Um 10 Uhr geht es ein letztes Mal ins Bauerhausmuseum, wo wir Daniels Einstellungen einer bereits gedrehten Szene komplettieren. Danach folgt der Drehabschluss in den MP-Studios. Unsere Pyrotechniker präparieren zwei Darsteller mit Blutbeuteln und Bullet-Hits, um meiner Vorliebe für Schießereien und spritzendem Blut Genüge zu leisten. Das Ganze dauert wie üblich deutlich länger als geplant, was aber heute keinen stört, da es sich um die letzten Einstellungen handelt, die wir in unserer zweiwöchigen Hauptdrehzeit abdrehen werden. Jens wirft währenddessen den Grill an, da dies gleichzeitig unser Drehabschlussfest werden soll. In gemütlicher Runde gehen so zwei anstrengende und an die (körperliche) Substanz gehende, aber auch sehr produktive und harmonische Wochen zu Ende und abgesehen von einigen wenigen Nachdrehs haben wir mal eben Mitte des Jahres schon wieder einen Film abgedreht.