Filmnotizen
Nach einer einjährigen
Schaffenspause besannen wir uns Anfang 1996 wieder auf unsere alten Qualitäten
und beschlossen, mal wieder einen Actionfilm zu drehen, allerdings auf dem
hohen technischen Niveau der vorangegangenen zwei Filme. Auch bei den Darstellern
wurden neue Wege eingeschlagen: die Hauptrolle besetzten wir mit Stefan
Lörcher, der in den Frühwerken meist den "Bad Guy" gab und der seit KILLER
in allen Produktionen die Hauptrolle übernommen hat. Vorangegangen war eine
Casting-Aktion über die Zeitung. Allerdings war die Ausbeute unter den "Bewerbern"
sagen wir mal diplomatisch: nicht besonders ergiebig. Bei der Hochzeit eines
Freundes lernte ich dann noch ein "sehr" nettes Mädel kennen, die sogleich
für die weibliche Hauptrolle verpflichtet wurde. Anfang August 1996 fiel
dann die erste Klappe zu KILLER, der uns im Finale bis an die Adriaküste
führte.

Story
In KILLER wurden viele bekannten Zutaten aus allerlei Genrefilmen zusammengemixt. Da gibt es zum Beispiel den namenlosen Vertragskiller, der von seinen skrupellosen Auftraggebern hintergangen wird, dann das vorlaute Callgirl, die bei der Flucht vor den Gangstern zwangsläufig gemeinsame Sache mit der Titelfigur machen muss. Weitere Zutaten sind ein hartnäckiger Polizist, ein fieser Zuhälter und ein Koffer voller Falschgeld. An der malerischen Adriaküste kommt es schließlich zum tragischen Finale.

Selbstkritik
KILLER – so muss man es sagen, stellt den Beginn der neuen Zeitrechnung bei Mania Pictures dar. Trotz Massen unfreiwilliger Komik und vieler Unzulänglichkeiten hat Killer – und sein Erfolg beim Calwer Publikum – die Weichen gestellt für alle zukünftigen Werke. Und immerhin: im Finale gelang uns das Kunststück, eine wirklich emotionale Szene zu schaffen, die manche (vorwiegend weibliche) Besucher doch tatsächlich zum Schluchzen animierte.